Foto: T. Heller © RELíGIO
Das Wallfahrts- und Heimatmuseum
direkt neben der Wallfahrtskapelle,
1934, Foto: © REGIO

Museumsgeschichte

Das Museum REGIO - wurde 1934 als Wallfahrts- und Heimatmuseum gegründet. Initiator war Paul Engelmeier. Er wollte ein bescheidenes Heimathaus schaffen, welches jedoch auch ein kultureller Mittelpunkt des damaligen Kreises Münster sein sollte. Er begann bereits 1934 mit der Ausstellung zeitgenössischer Krippen zur Weihnachtszeit.

Bereits 1937 erhielt das Museum einen ersten Anbau. Architekt war der Kölner Dombaumeister Dominikus Böhm (1880-1955). Nun konnte man nach dem Vorbild des Schweizer Heimatwerkes im Museum Handwerkern bei der Arbeit zusehen und neuzeitliches Handwerk erwerben. Engelmeier leitete das Museum bis 1971.

1975 übernahm der Volkskundler Franz Krins die Museumsleitung, die er zehn Jahre innehatte. Hatte die Krippenausstellung die Besuchszahl von 10.000 bereits 1973 überschritten, so stiegen die Besuchszahlen in den Folgejahren auf 42.000 im Jahre 1983. Krins machte im Jahr zwei bis drei im Jahr Sonderausstellungen, beispielsweise zu religiösen Themen, zum Handwerk, zu regional bekannten Künstlern oder zum Schützenwesen. Kurz vor Beginn seiner Tätigkeit wurde das Museum in eine der ersten Museums-GmbHs umgewandelt. Träger des Museums sind seither der Kreis Warendorf, das Bistum Münster, die Stadt Telgte, die Handwerkskammer Münster und die Stadt Münster.

Die Aufgabenstellung wurde folgendermaßen definiert:
„Sammlung und Darbietung von Zeugnissen zur religiösen Volkskunde des Münsterlandes, des Bistum Münster und Westfalens, Sammlung und Darstellung von Zeugnissen des Themenkreises Handwerk im Münsterland mit besonderer Berücksichtigung der Handwerksgeschichte.“

1983 erhielt das Museum einen weiteren Anbau, in dem neben Sonderausstellungsflächen auch ein Magazinraum eingerichtet wurde.

1985 übernahm der Volkskundler Dr. Thomas Ostendorf die Museumsleitung. Er inventarisierte den bisherigen Sammlungsbestand des Museums, profilierte das Museum mit Hilfe der Landesgemeinschaft der Krippenfreunde von Rheinland und Westfalen als Krippenmuseum und initiierte eine wissenschaftliche Schriftenreihe zur Religiösen Kultur.

1994 erhielt das Museum ein eigenes Gebäude zur Präsentation der Krippensammlung, welches vom renommierten Architekten Josef Paul Kleihues (1933-2004) entworfen wurde.

Zurück

Foto: T. Heller © RELíGIO
Der dreigiebelige Anbau von Dominikus
Böhm, 1937, Foto: © REGIO


Foto: T. Heller © RELíGIO
Der Sandsteinbau von Josef Paul
Kleihues, 1994, Foto: © REGIO


Foto: T. Heller © RELíGIO
Blick auf die Museumsgebäude mit
dem neuen Anbau, Juni 2012,
Foto: © REGIO