Das Projekt wird gefördert und
unterstützt durch das Ministerium
für Kultur und Wissenschaft des
Landes Nordrhein-Westfalen
(Landesförderprogramm Regionale
Kulturpolitik) und die
Commerzbank-Stiftung.

Apokalypse Münsterland:
Wir bitten euch: Schickt uns Kultur!

Apokalypse Münsterland: Ein Projekt von Museen und Ausstellungshäusern im Münsterland. Was wäre, wenn morgen die Welt unterginge ­ genauer: das Münsterland? Was würdest du retten und warum? Die Abstimmung endet am 16.12.2018.

„Apokalypse Münsterland“ ist ein Kooperationsprojekt von Museen und Ausstellungshäusern, die digitale Vermittlungsmethoden und besucherorientierte Ansätze ausprobieren, um sich zukunftsfähig aufzustellen.

www.apokalypse-muensterland.de

Wir brauchen eure Hilfe!

Ein SOS aus der Zukunft hat das Museum REGIO erreicht:

 

„Wir brauchen eure Hilfe!

Unsere Gesellschaft steht kurz vor dem Kollaps.

Unsere Welt - die Welt der Zukunft ­ ist vollständig digitalisiert.

Wir haben unsere Kultur verloren! Wir sehnen uns nach Vielfalt.

Wir haben Angst, uns in der digitalen Leere zu verlieren!

Wir schicken diesen Hilferuf in die Vergangenheit - zu euch.

Denn unsere Wissenschaftler haben in eurer Zeit kulturelle Vielfalt entdeckt.

Kunst, Artefakte, Literatur, Objekte, Ideen, Konzepte, Schätze!

Wir bitten euch: Schickt uns Kultur!

Wir wollen erfahren, was euch wichtig ist.

Was euch bewegt.

Was ihr bewahren wollt.

Bitte helft uns! Bitte macht mit!“

Jetzt seid ihr gefragt!

Welches Kulturgut wollt ihr durch Raum und Zeit schicken? Wählt hier und jetzt, was ihr bewahren wollt! Eure Auswahl wird Teil einer neuen Ausstellung und tourt im Sommer 2019 durch das Münsterland.

Abstimmung

Ich würde retten:*














Foto © REGIO

Das Telgter Hungertuch von 1623

Das historische Telgter Hungertuch zählt zu den kostbarsten religiösen Textilien in Deutschland. Es ersetzte 1623 ein älteres Stück. 33 Bildfelder, wie Fischernetze geknüpft und in Filetstopfarbeit bestickt, veranschaulichen die Passion Christi und zeigen die Symbole der vier Evangelisten sowie einige alttestamentliche Darstellungen.

Telgte, 1623; Leinen, Filetstopftechnik


Foto © REGIO

Bildstock

Ursprünglich stand dieser Doppelbildstock an einem Wegesrand zwischen Voltlage und Recke. Es handelt sich dabei um den ältesten Holzbildstock im nordwestdeutschen Raum. Die Darstellungen weisen auf zwei bedeutende Wallfahrtsziele der Region hin: auf das Gnadenbild von Telgte und auf das Coesfelder Kreuz. Aufgestellt hat man den Bildstock gegen 1670 auf Veranlassung des Fürstbischofs von Münster, Christoph Bernhard von Galen.

Nördliches Münsterland, um 1670; Eichenholz, geschnitzt, restauriert und ergänzt; die Kreuzseite in der Farbfassung des 18. Jahrhunderts


Foto © REGIO

Menora

Nach der Überlieferung des Alten Testaments fertigten die Juden den ersten siebenarmigen Leuchter während ihrer Wanderung durch die Wüste, später stand er im Tempel in Jerusalem. Nach dessen Zerstörung wird die Menora zum Symbol für die glanzvolle jüdische Geschichte einerseits und die Hoffnung auf die messianische Erlösung andererseits. Eine Menora ist auch auf dem Staatswappen Israels zu sehen. Dieser Leuchter stammt vermutlich aus einer Synagoge.

Lippstadt, 18. Jahrhundert; Messingguss, montiert


Foto © REGIO

Hauskrippe

Die Figuren sind holzgeschnitzt und bemalt, zudem sind sie an den Gelenken der Holzgerüste beweglich. Die Krippe wurde 1857 von einem Waisenhaus in Warendorf für eine dort ansässige gutbürgerliche Familie hergestellt.

Warendorf, 1857; Figuren aus Holz, geschnitzt und bemalt; Bekleidung aus Textil, an das Original angelehnt


Foto © REGIO

Grabkreuz

Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Begraben in Reihen eingeführt. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die Idee des Friedhofs als Landschaftsgarten, die ihre Fortsetzung in den Waldfriedhöfen hat. Heute gibt es Friedhofsordnungen, die Anlage und Gestaltung der Gräber vorschreiben. Dieses Grabkreuz stand auf einem Friedhof in Vreden.

Niederlande, 19. Jahrhundert; Eisenguss


Foto © REGIO

Kulturhauptstadtkreuz

Das Kulturhauptstadtkreuz ist ein Vortragekreuz, welches 2010 vom Bistum Essen und der Evangelischen Landeskirche für Westfalen in Auftrag gegeben wurde, um die christlichen Kirchen im religiös pluralen Ruhrgebiet zu repräsentieren. Das Kreuz ist aus Titan hergestellt. Es hat die Form eines Labyrinths, ein uraltes Bild für den verschlungenen Lebensweg. Das Kreuz ist auch als Wegkreuz zum Miteinander zu verstehen. Geschaffen wurde das originale Kreuz von Benediktinerpater Abraham Fischer aus der Abtei Königsmünster im sauerländischen Meschede.

Meschede, Kopie von 2012; Titan